Musikalische Früherziehung

Wo suchen Sie eine Musikschule?

 
In Deutschland nehmen über zwei Millionen Menschen, Erwachsene wie Kinder, regelmäßig Musikunterricht. Musik hat vielen Studien zur Folge einen enormen Einfluss auf die Entwicklung eines Kindes. Es ist erwiesen, dass eine frühkindliche Musikförderung auch einen positiven Einfluss auf die kognitive Entwicklung des Kindes hat.

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Musikerziehung: Mit Musik auf das Leben einstimmen

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Ist der Nachwuchs erst mal da, stellt sich so für viele Eltern die Frage, wann ihr Kind alt genug ist, um mit dem Musikunterricht zu beginnen. Eltern-/Kindgruppen, wie sie in vielen Musikschulen angeboten werden, sind ein guter Einstieg, um früh die musikalische Bildung des Kindes zu fördern und zu unterstützen. Zu einem späteren Zeitpunkt muss entschieden werden, ob und wann mit dem Erlernen des ersten Instruments begonnen wird.


Musikunterricht bietet schon ab dem Kindesalter viele Vorteile

Musik bietet so viele Vorteile für die geistige, emotionale und soziale Entwicklung eines Kindes, dass gar nicht früh genug mit dem Musikunterricht begonnen werden kann. Der Umgang mit Musik unterstützt das Heranwachsen. Das Kind lernt leichter sprechen, sich im Rhythmus zu bewegen und kann sich Dinge besser merken. Kein Wunder, dass viele Eltern sich schon früh, für das Angebot von Musikschulen interessieren. Dort gibt es bereits für die Kleinsten Angebote, die alle Sinne ansprechen, die Motorik steigern und die Konzentrationsfähigkeit erhöhen. Später muss dann entschieden werden, ob und welches Instrument ein Kind erlernen möchte, auch dafür bieten Musikschulen entsprechende Angebote an. Ob man sich für eine öffentliche oder private Schule entscheidet, hängt von verschiedenen Faktoren (z. B. dem Budget oder dem individuellen Förderungsgrad) ab.


Frühkindliche Musikerziehung beginnt bei den Zwergen

Die ersten Erfahrungen mit Musik machen viele Kinder, noch bevor sie überhaupt auf die Welt kommen. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass schon auf den Fötus im Mutterleib bestimmte Musikklänge eine beruhigende Wirkung haben. Da Musik darüber hinaus einen prägenden Einfluss auf Faktoren wie die Sprachentwicklung, das phonetische Bewusstsein, die Sensorik oder soziale Kompetenzen hat, ist bereits der frühe aktive Umgang mit Musik sinnvoll. Musik stimuliert das Gehirn, so dass in dieser Lebensphase neuronale Verknüpfungen in allen für das Leben wichtigen Bereichen aufgebaut werden können. Musikschulen bieten bereits für die Kleinsten ab zwei Jahren Gruppen, die als Musikzwerge oder -Wichtel bezeichnet werden, für die musikalische Früherziehung an. Zusammen mit einem Elternteil werden kindgerechte Lieder gesungen, Hände und der ganze Körper in die Interpretation mit einbezogen. Darüber hinaus werden erste Erfahrungen mit einfach zu bedienenden Instrumenten gesammelt. Mit Glöckchen, Musikhölzern oder Triangel können beliebte Kinderlieder wie die “Weltraummaus” untermalt werden. Mit Fingerspielliedern wie das “Hicke-hacke-hucke-Häuschen” wird darüber hinaus die Motorik trainiert. Dabei intensiviert sich nicht nur die Beziehung zu der das Kind begleitenden Bezugsperson, es werden auch die sozialen Fähigkeiten im Umgang mit den anderen der Gruppe trainiert.


Musikalische Früherziehung in der Vorschulzeit

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© Wavebreakmedia – istockphotos.com

Im Anschluss an die Zwerge- und Wichtelkurse bieten viele Musikschulen für Kinder ab einem Alter von vier Jahren bis zum Beginn der Grundschulzeit die “Musikalische Früherziehung” an. Hier werden die kreativen, motorischen und sozialen Fähigkeiten weiter ausgebaut. Darüber hinaus wird das musikalische Gehör geschult und Rhythmusgefühl durch Singen von Liedern, begleitendem Tanz und dem Instrumentenspiel erworben. Ebenfalls dazu gehören das Kennenlernen verschiedener Instrumente und das Erlernen des aktiven Musikhörens. In manchen Kursen werden mit einfach zu erlernenden Instrumenten, wie dem Glockenspiel, erste Notenkenntnisse vermittelt.


Wann kann ein Kind ein eigenes Instrument erlernen?

Die Frage, in welchem Alter ein Kind ein eigenes Instrument erlernen kann, ist individuell von Kind zu Kind verschieden. So kann auch ein jüngeres Kind, was sich stark zu einem bestimmten Instrument hingezogen fühlt, durchaus lernen es zu spielen. Generell sollte bei jedem Alter die Freude an der Musik im Vordergrund stehen. Wenn es einem Pädagogen gelingt, Spaß an der Musik zu wecken und zu fördern, wird auch gerne geübt. Aber auch anatomische Gegebenheiten müssen berücksichtigt werden, so ist ein jüngeres Kind beispielsweise körperlich noch gar nicht in der Lage, ein Cello zu führen.
Als Richtwert gilt ein Alter zwischen fünf und sechs Jahren als ideal, um ein Instrument kennenzulernen. Viele Grundschulen bieten innerhalb ihres Musikunterrichts die Möglichkeit, erste Erfahrungen mit einem Instrument zu sammeln. Viele Musikschulen bieten darüber hinaus, meist kostenlose Schnuppertage an, an denen Kinder verschiedene Instrumente ausprobieren können. Auch gibt es häufig Angebote wie das “Instrumentenkarussell”. Hier können über mehrere Einheiten hinweg innerhalb eines Kurses Instrumente intensiv getestet werden.


Flöte oder Klavier – welches Instrument passt zu meinem Kind?

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Beliebt als ideales Einstiegsinstrument ist nach wie vor die Flöte. Die Sopran-Blockflöte kann bereits in einem Alter zwischen fünf und sechs Jahren erlernt werden. Ab diesem Alter bringt das Kind auch die nötige Disziplin und Konzentrationsfähigkeit auf, um regelmäßig zu üben. Zwischen zehn und 30 Minuten sollten täglich dafür eingeplant werden. Größere Kinder, ab einem Alter von sieben Jahren, können sich auch an etwas kompliziertere Instrumente wie die Querflöte heranwagen. Generell sind Instrumente wie die Geige schwieriger zu erlernen, weil dafür ein hohes Maß an feinmotorischer Koordination erforderlich ist.
Auch die Gitarre eignet sich als Einstiegsinstrument für Kinder ab sechs Jahren, weil bereits mit wenigen Griffen erste Erfolgserlebnisse erreicht werden können.
Gleiches gilt für das Klavier, was schon ab einem sehr frühen Alter erlernt werden könnte. Oft fehlt in ganz jungen Jahren aber noch die für das Üben notwendige Disziplin. Empfehlenswert ist ein Alter zwischen sechs und sieben Jahren. Schnell liefern hier kleine Lieder mit ersten Akkorden Erfolgserlebnisse und motivieren zum Dranbleiben. Das Treffen des richtigen Tons ist durch die Tastatur zum Beispiel leichter als mit der Geige.


Die Qual der Wahl – Öffentliche oder private Musikschule

Eltern können eine öffentliche oder eine privaten Musikschule für den Musikunterricht ihres Kindes auswählen. Wobei die ersten Kontakte zu einer Musikschule häufig in der Grundschule zu einem öffentlich geförderten Unterricht geknüpft werden. In einigen Städten haben die Eltern die Gelegenheit, den zumeist im ersten Jahr kostenlos angebotenen Unterricht in der Grundschule gegen einen geringen monatlichen Beitrag mit kommunaler Förderung weiter laufen zu lassen. Gemeinnützige Musikschulen erfüllen einen öffentlichen Bildungsauftrag.

Der Vorteil einer privaten Musikschule liegt in einer individuelleren Förderungsmöglichkeit des Kindes. Darüber hinaus bieten private Schulen häufig auch die Möglichkeit, ausgefallenere Instrumente zu erlernen. In jüngeren Zeit gibt es neben den öffentlich-rechtlichen Schulen, auch immer mehr private Schulen, die ein über das klassische Angebot hinausgehende Programm anbieten. So konzentrieren sich viele Schulen auf den Bereich der Unterhaltungsmusik und bieten Unterricht in Musikrichtungen wie Pop, Rock oder Jazz an. Oft werden an Musikschulen auch eigene Orchester oder Musikgruppen gebildet. In allen Schulformen erfolgt in der Regel der Unterricht durch diplomierte Musiklehrer, die ihren Fachbereich bzw. ihr Instrument an einer Musikhochschule studiert haben.


 Kosten für den Musikunterricht

Die Kosten für den Musikunterricht variieren. Viele Schulen bieten vom Partnerunterricht, über größere Gruppen bis zur Individualschulung verschiedene Kostenmodelle an. Je größer die Gruppe, desto günstiger wird der Unterricht. Wer sich für einen Unterricht bei einem privaten Musiklehrer entscheidet, zahlt, je nach Erfahrungsgrad des Dozenten, zwischen zehn und 70 Euro pro Stunde. Durch kommunale Zuschüsse ist der Unterricht in einer öffentlich-rechtlichen Schule häufig günstiger. Der Unterricht in privaten Schulen kostet um die 30 Euro pro Stunde, wenn in größeren Gruppen unterrichtet wird. Bis zu 80 Euro können die Preise hier für den Einzelunterricht ausmachen. In vielen Musikschulen kann darüber hinaus ein Instrument gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

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