Naturheilverfahren

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Chronische Beschwerden zeichnen sich dadurch aus, dass selbst nach mehrjähriger Behandlung nicht immer eine Besserung eintritt. Doch mittlerweile ist ein neuer Trend erkennbar: Wer sich von der Schulmedizin nicht ausreichend unterstützt fühlt, widmet sich den althergebrachten Naturheilverfahren.

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Das Neue ist nicht automatisch besser

Mörser
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Die moderne Zivilisation erringt nahezu täglich Erfolge, die das Leben besser, einfach und gesünder machen. Durch die Wissenschaft wird jeder noch so kleine Stein umgedreht, auf etwaige Makel überprüft und gegebenenfalls verändert. Viele uns heute bekannte Annehmlichkeiten wären ohne das beharrliche Nachdenken der Forscher nicht möglich.

Vom primitiven Höhlenbewohner haben wir uns in wenigen Jahrtausenden zu einer Spezies entwickelt, die den Weltraum bereist – und vielleicht auch bald bevölkert. Im Umkehrschluss bedeuten diese Errungenschaften aber nicht, dass jeder Fortschritt an sich als positiv bewertet werden muss. Denn insbesondere die Medizin sieht sich immer häufiger den Gegnern ihres Wirkens ausgesetzt.

Hier gilt insbesondere die Kritik, dass die modernen Heilverfahren zu teuer und zu wenig effektiv ausfallen, sie den Patienten nicht selten in eine Abhängigkeit von Tabletten stürzen und viele Behandlungsmethoden lediglich die Einnahmen der Praxen und Kliniken steigern. Ein Rückgriff auf die alternativen Behandlungsmethoden wird daher angestrebt.


Alternative Behandlungsmethoden – eine Übersicht

diverse Heilmittel
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Von der Alternativmedizin ist insbesondere dann die Rede, wenn das angewandte Verfahren nicht als dominanter Bestandteil des jeweils geltenden Gesundheitssystems verankert ist. Es handelt sich mithin um Therapien, die nicht einem bestimmten Ort oder einer festen Zeit entsprungen sind, sondern die sich nicht selten über Jahrhunderte hinweg entfalten konnten, die von verschiedenen Gesellschaften geprägt wurden und deren Wert bei unseren Vorfahren anerkannt war.

Zu nennen sei in diesem Rahmen etwa die Homöopathie, die Gleiches mit Gleichem bekämpfen möchte. Ebenso die Osteopathie, die die Selbstheilungskräfte des Körpers nutzt. Die Akupunktur hingegen nutzt die Energiezentren des Körpers und regt diese mit feinen Reizen an. Erprobt sind daneben zahlreiche Formen an Massagen, Kuren, Reinigungsprozessen sowie der Verabreichung von pflanzlichen Heilstoffen, die eine Besserung akuter oder chronischer Leiden bewirken sollen. Viele der Behandlungsformen werden durch ausgebildete Heilpraktiker eingesetzt. Welches Vorgehen sich für einen Patienten eignet, wird stets im Einzelfall abgestimmt.


Moderne vs. alternative Behandlungsmethoden – die Unterschiede

Sowohl die Schulmedizin als auch die Naturheilverfahren haben sich in den letzten Jahrhunderten etabliert. Sie haben zur Heilung beigetragen. Dennoch beschreiten beide Behandlungsformen grundsätzlich andere Wege und Herangehensweisen. Die moderne Medizin arbeitet symptomorientiert. Sie diagnostiziert bestimmte Krankheitsbilder und versucht, diese zu lindern.

Die alternative Heilkunde hingegen sieht den Menschen in seiner Gesamtheit. Hier spielen Körper und Geist in ihrer Kombination eine wichtige Rolle. Leiden entstehen häufig erst dann, wenn in diesem komplexen Geflecht ein Ungleichgewicht wirkt. Der aus der Balance geratene Organismus wird folglich wieder reguliert. Im Blickpunkt stehen somit nicht einzelnen Krankheiten oder deren Auswirkungen – es wird vielmehr die allgemeine Konstitution des Patienten bewertet und ein Beheben der eigentlichen Ursachen angestrebt.

Die Alternativmedizin arbeitet daher auch nicht mit aggressiven Heilmitteln, sondern entfaltet sich langfristig und relativ mild auf den Körper. Vorbeugung und Heilung stellen Prozesse dar, die mehrere Monate oder sogar Jahre andauern können.


Helfen die Naturheilverfahren tatsächlich bei Krankheiten?

Naturheilmittel
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So zahlreich sich derartige Methoden auch in den antiken Kulturen bis hinein in die Neuzeit finden lassen, ihr Wert ist umstritten. Nur wenige der Verfahren sind nach heutigen Standards medizinisch anerkannt und werden somit auch im Rahmen der Gewährleistung einer Krankenkasse finanziert. Und doch können die Behandlungsformen zuweilen überraschende Erfolge verzeichnen.

Insbesondere bei chronischen Leiden stellen sich immer wieder Besserungen ein, die zuvor auf rein therapeutischem Wege nicht erreicht wurden. Ob das aber tatsächlich der Alternativmedizin geschuldet ist oder ob hierbei psychologische Ursachen wie etwa der Placeboeffekt sowie der Umstand einer patientenzentrierten Betreuung eine Rolle spielen, ist ungewiss.

In den zugrunde liegenden Forschungen wird zwar erkannt, dass der Körper auf bestimmte Prozesse der Alternativmedizin anspricht – es lässt sich aber nicht ergründen, warum er das tut. Denn insbesondere die Homöopathie arbeitet mit Mitteln in derart geringer Dosierung, dass der Organismus darauf eigentlich nicht reagieren kann.


Die Qual der Wahl

Globuli
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Aus allen vorgenannten Möglichkeiten geht indes auch das Manko hervor, dass der Patient im Einzelfall nicht genau wissen dürfte, welche Methode für ihn geeignet ist. Alleine der Abkehr von der Schulmedizin wird häufig ein langfristiger Prozess des Abwägens und Überdenkens vorausgehen. Doch auf welche Behandlungsform soll im Ernstfall vertraut werden – welche ist geeignet, das eigene Leiden zu lindern?

In derartigen Situationen fühlen sich viele Betroffene alleinegelassen. Denn im Gegensatz zur modernen Medizin, wo ein Gang zum Allgemeinarzt mit einer Überweisung in den richtigen Fachbereich endet, lassen sich solche zentralen Anlaufstellen für die Naturheilverfahren in dieser Form nicht finden.

Hier wird meist eigenständig mit Blick auf die örtlichen oder regionalen Praxen geschaut, welches Angebot überhaupt vorliegt – und welches davon als sympathisch empfunden wird. Nicht selten geht damit indes zugleich das Problem einher, dass ein grundsätzlich falscher Weg der Heilung beschritten wird, wobei die vorliegende Krankheit weiterhin ihre zerstörerische Gewalt ausspielt.


Ein kurzer Leitfaden für das richtige Vorgehen

Allgemein gilt folgende Faustregel:
Je akuter und stärker ein Leiden eingreift, desto eher ist ein Schulmediziner aufzusuchen. Handelt es sich hingegen um chronische Beschwerden, kann auch das Naturheilverfahren angewandt werden. Hierfür sollte sich der Betroffene bei seiner Krankenkasse erkundigen, um grundsätzlich zu erfragen, welche Möglichkeiten vorliegen, wie sich diese in Bezug auf die eigenen Krankheit unterscheiden und in welchem Rahmen überhaupt eine Übernahme der Kosten bewilligt wird.

Meist ergibt sich daraus schon die Eingrenzung auf wenige Methoden. Häufig lassen sich im nahen Umfeld ein bis zwei Praxen finden, in denen ein Heilpraktiker genau diese Therapien anbietet. Auch mit ihm sollte ein Gespräch geführt werden. Das Abgrenzen der Leiden sowie das gemeinsame Definieren der Ziele einer möglichen Behandlung sind zwei Kriterien, die sorgfältig erfüllt sein müssen. Fühlt sich der Patient hier gut aufgehoben, so spricht folglich nichts dagegen, auch dem Naturheilverfahren eine Chance zu geben.

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