Kinderbetreuung

Wo suchen Sie eine Kinderbetreuung?

 
Für Kinder im Alter bis zu sechs Jahren stellt die Betreuung einen wichtigen Einfluss dar. Nicht alleine, dass die Kleinen hier in Sicherheit wohlbehütet aufwachsen können. Vielmehr erlernen sie auch vieles, was ihnen später in der Schule oder sogar im Leben hilft. Allerdings lassen sich unterschiedliche Formen der Tagesgestaltung finden. Die dabei offerierten Inhalte, die pädagogische Qualifikation der Erzieher, die Kosten oder sogar die Dauer der Aufbewahrung weichen voneinander ab. Vielfach bedarf es somit einer gründlichen Entscheidung, die nicht alleine den Kindern gerecht wird, sondern die ebenso alle Wünsche und Bedürfnisse von Mama und Papa abdeckt.

Weitere Treffer nach Bundesland und Thema gruppiert

Die Qual der Wahl

Mädchen mit Zöpfen
© YanLev – istockphotos.com

Eltern, die ihre Tochter oder ihren Sohn wohlbehütet untergebracht wissen wollen, können glücklicherweise zwischen mehreren Angeboten wählen. Damit stellt sich häufig aber zunächst die Frage, welche unterschiedlichen Arten der Kinderbetreuung es überhaupt gibt, worin diese voneinander abweichen und welche Kosten damit auftreten. Vielfach kann auf diese Weise bereits ein erheblicher Einfluss auf die Intelligenz oder die Förderung bestimmter Fähigkeiten genommen werden.

Denn je individueller sich eine Person um den eigenen Nachwuchs kümmert, desto eher kann sie sich um den Ausbau seiner Stärken und die Reduzierung seiner Schwächen bemühen. Meist eignen sich hierfür die Tagesmutter oder das Au-pair deutlich eher als der Kindergarten oder der Hort. Die Vorteile der letztgenannten Alternative liegen aber in ihrer Möglichkeit, das Kind schon in jungen Jahren in eine soziale Gruppe zu integrieren. Der Austausch mit Gleichaltrigen begünstigt die Kommunikations- und Teamfähigkeit.

Infografik: Starke Unterschiede bei Betreuungsquoten  | Statista
Infografik: Starke Unterschiede bei Betreuungsquoten | Statista

Die Kindertagesstätte

Die KITA stellt momentan die am meisten genutzte Form der Kindesbetreuung dar. Vom ersten bis zum siebten Lebensjahr können die Kleinen hier spielen, lernen und sich künstlerisch betätigen. Die einzelnen Gruppen sind dabei nicht strikt nach dem Alter unterteilt, sondern werden vielmehr durchmischt. Der Austausch sowohl mit älteren als auch mit jüngeren Freunden ist daher ebenso möglich wie erwünscht.

Auch die Eltern profitieren davon: Sie können ihren Nachwuchs von morgens bis in den späten Nachmittag hinein in die Obhut der Kindertagesstätte geben. Welche das ist, wird individuell bestimmt. Denn die Träger der Einrichtungen unterscheiden sich. Zuweilen stehen städtische oder kommunale Organisationen und Ämter dahinter, in manchen Fällen ist das Angebot aber auch rein kommerziell ausgelegt.

Entsprechend gestalten sich die Abweichungen bei den Kosten. Sie können abhängig des Bundeslandes sowie der dargebotenen Form des Lernens und Spielens durchschnittlich bei etwa 70 bis 300 Euro pro Monat liegen – bei ansteigender Qualität erhöht sich indes auch der Preis.


Der Kindergarten

Kindergarten
© mikanaka – istockphotos.com

Der Unterschied zwischen der Kindertagesstätte und dem Kindergarten liegt in der Dauer der Betreuung. Während die Erste noch die Unterbringung über den gesamten Tag anbietet, kann beim Letztgenannten meist nur eine Aufbewahrung über wenige Stunden hinweg gewährt werden.

Von morgens bis zum Mittag wird den Mädchen und Jungen hier ein vielfältiges Programm zur Unterhaltung und zum Lernen, zum Ausbilden der eigenen Stärken sowie zur Interaktion mit Gleichaltrigen eröffnet. Allerdings gibt es zahlreiche Ausgestaltungsformen für den Kindergarten. Hier sind somit die Eltern gefragt, ob ihr Nachwuchs schon in jungen Jahren eine besondere Sprachförderung, eine Neigung für die Schönheiten der Natur oder ein Spielen ohne Spielzeug erfahren sollen.

Aufgrund der unterschiedlichen Träger weichen auch die Kosten voneinander ab. Sie bewegen sich häufig im Niveau zwischen 50 und 100 Euro, können bei privaten Anbietern aber schnell auch ein Vielfaches dessen erreichen.


Die Kinderkrippe

In der Gesellschaft ist es umstritten, ab welchem Alter die Kinder in die Obhut eines Pädagogen gegeben werden können. Vielfach geschieht das erst ab dem dritten Lebensjahr. Wer aus beruflicher Notwendigkeit aber darauf angewiesen ist, das Neugeborene schon mit drei oder sechs Monaten betreuen zu lassen, findet immer weniger Angebote.

Eines davon stellt die Kinderkrippe zur Verfügung. Hier wird der Tagesablauf durch die Erzieher/Innen gezielt auf das sehr junge Alter der Kleinen abgestimmt. Die Möglichkeiten des Spielens erhöhen sich. Dagegen wird auf das Lernen ein vergleichsweise geringer Fokus gelegt – diese Aufgabe übernehmen später die Kindertagesstätte und die Schule.

Das speziell auf Babys zugeschnittene Leistunspaket kann bei den meisten Kinderkrippen ab 50 Euro pro Monat und Platz beansprucht werden.


Die Tagesmutter

Tagesmutter
© CREATISTA – istockphotos.com

Abweichend von den vorgenannten Optionen, bei denen sich die Kinder in der Betreuung meist einer größeren Gruppe aus Gleichaltrigen gegenübersehen, ist auch die individuelle Fürsorge möglich. Sie kann in Form der Tagesmutter wichtige Dienste leisten.

Hierbei handelt es sich um pädagogisch ausgebildete Personen, die eine begrenzte Zahl an Kindern – meist in den eigenen Räumlichkeiten – zum Spielen und Lernen einladen. Je kleiner die Gruppe, desto persönlicher wird auch das Programm gewählt. Daraus entwickelt sich ein besonders enger Kontakt zwischen der Tagesmutter und den von ihr behüteten Kleinen. Vielfach ist hier also das Erkennen und Fördern besonderer Stärken eher als im Kindergarten möglich. Diese Privilegien haben indes auch ihren Preis.

Durchschnittliche Kosten von 150 bis 300 Euro pro Monat gelten als üblich. Einige Tagesmütter lassen sich jedoch stundenweise bezahlen und können dabei Summen zwischen zehn und 20 Euro aufrufen.


Der Babysitter

Im Gegensatz zur Tagesbetreuung ist in einigen Fällen auch einen halbtägige oder stundenweise Obhut sinnvoll. Der Babysitter wird immer dann engagiert, wenn die Eltern ein wenig Zeit für sich verbringen wollen oder aus beruflichen Gründen die Pflege nicht selbst übernehmen können.

Gerade in den Abendstunden wäre es nämlich schwierig, einen Kindergarten oder vergleichbare Einrichtungen zu finden. Der Babysitter kümmert sich daher kurzzeitig um das Wohl der Söhne und Töchter, legt den Fokus dabei aber eher auf die Sicherheit und das Spielen.

Pädagogische Effekte werden hierbei eigentlich nicht erfüllt, handelt es sich bei den betreuenden Personen doch im Regelfall um Teenager oder junge Erwachsene aus der nahen Nachbarschaft, die sich mit rund zehn Euro pro Stunde ein wenig ihr Taschengeld aufbessern.


Der Au-pair

Eine seltener genutzte Form der Fürsorge liegt im Au-pair. Junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren leben dabei für einige Monate im Ausland. Durch den engen Bezug zur Gastfamilie verrichten sie die im Haushalt anfallenden Aufgaben, zu denen auch das Behüten der Kinder gehören kann.

Da der Au-pair neben der Schule oder dem Studium zumeist nur wenig Zeit hat, wird eine Betreuung oft nur stundenweise möglich sein. Allerdings entwickelt sich hierbei zwischen allen Beteiligten aufgrund des Zusammenwohnens vielfach eine belastbare Bindung, die sodann zum Ausbau der Stärken genutzt werden kann.

Vorteilhaft gestaltet es sich darüber hinaus, dass der Au-pair vom klassischen pädagogischen Konzept abweicht und das Lernen, Spielen und Helfen eher auf einer zwischenmenschlichen, vielleicht sogar familiären Basis abläuft, die zudem besser in den Alltag integriert werden kann.

Das könnten Sie auch interessieren – verwandte Themen

Ihre 11880.com Welt

* 1,99 €/Min. aus dem deutschen Festnetz.
Mobilfunkpreise können ggf. abweichen. Preis einer SMS-Anfrage nur 1,99 € (VF D2 Anteil 0,12 €) im Inland.