Wissenschaftliche Institute

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Institute stehen seit Jahrtausenden für die Gemeinschaft von Wissensvermittlern und Lernenden, für Forschung und Erkenntnisgewinn. Nie zuvor hatten so viele Menschen Zugang zu Bildungs- und Forschungsinstituten wie in heutiger Zeit. Die Möglichkeit, Institute zum Erwerb und zur Vermittlung von Bildung zu nutzen, ist durch die wachsende digitale Informationsvermittlung erheblich gestiegen. Universitäten und andere akademische Einrichtungen werden von Bund und Ländern gefördert. Weitere Investoren sind v.a. in Wirtschaftsunternehmen zu finden, die in Bildungs- und Forschungsinstitute investieren. Auch Interessensgruppierungen ohne akademischen Fokus können als Institut wirken. Eine verbindliche fachliche Zuordnung ist für das Institut nicht gegeben.

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Bedeutung des Begriffs Institut

Forschung und Wissenschaft
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Das Wort Institut ist eine Ableitung des lateinischen Begriffs „institutum“ und bedeutet Einrichtung. Der Begriff ist rechtlich nicht geschützt und kann für vielfältige Formen von Einrichtungen und Organisationen verwendet werden.
In der Mehrheit wird das Institut als Bezeichnung für eine wissenschaftliche beziehungsweise akademische oder kulturell tätige Einrichtung oder Organisation genutzt.

Institute befassen sich hierbei vor allem mit Forschungsfragen zu unterschiedlichen Theorie- und Praxisfeldern. Klassische Institute sind beispielsweise Hochschulen und ihre Fakultäten oder Departments. Allen Instituten gemeinsam ist die fachliche Auseinandersetzung mit einem bestimmten Themenkomplex.

Auch im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit sind Institute zahlreich vertreten. Hier ist in der Regel kein akademischer Anspruch gegeben. Die Einrichtungen verstehen sich vielmehr als Kommunikationsgremien, die mittels Konferenzen und Medienarbeit Öffentlichkeit und Agenturen zusammenbringen. Auch gemeinnützige Einrichtungen können institutionalisiert tätig sein.

 


Aufgaben von Bildungsinstituten

Bildungsinstitute sind Einrichtungen, die einen Bildungsauftrag haben, zu diesem Bildungsangebote entwickeln und zur Verfügung stellen. Je nach Art des Bildungsauftrags sind ihre Auftraggeber staatlicher, kommunaler oder privater Natur.

Für viele Bildungsinstitute gibt es gesetzliche Vorgaben hinsichtlich der Ausgestaltung des Bildungsauftrags und der Bildungsvermittlung. Im Bereich der Wissensvermittlung sind sie vor allem durch Lehr- und Studienpläne definiert. In freien Bildungsinstituten zählen unter anderem die Vermittlung etablierter Werte oder politischer Bildungsinhalte zu den Aufgaben.

Beispiele für Bildungsinstitutionen sind:

  • Kindergärten,
  • Schulen,
  • Universitäten,
  • Volkshochschulen,
  • Museen.

Aufgaben von wissenschaftlichen Instituten

Wissenschaftler
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Wissenschaftliche Institute sind Forschungseinrichtungen, die entweder durch Hochschulen oder entsprechende Forschungsabteilungen von Unternehmen getragen werden. Sie befassen sich mit Forschungsaufgaben, die durch das zugehörige Fachgebiet des Institutes definiert werden.
Finanziert werden die wissenschaftlichen Institute entweder durch staatliche Zuwendungen oder durch private Stiftungen und Spenden.

Beispiele für berühmte wissenschaftliche Institutionen sind:

  • die Fraunhofer-Gesellschaft (anwendungsorientierte Forschung),
  • die Leibnitz-Gemeinschaft (Forschung unterschiedlicher Fachrichtungen),
  • die Max-Planck-Gesellschaft (Grundlagenforschung).

Aufgaben von technischen Instituten

Technische Institute sind die wissenschaftlichen Einrichtungen an einer Technischen Universität. Die Institute haben ihren Schwerpunkt in naturwissenschaftlichen Fachrichtungen und Ingenieurfächern.

Beispiele für Studiengänge an technischen Instituten sind:

  • Informatik,
  • Architektur,
  • Physik,
  • Elektrotechnik,
  • Medientechnologie.

Ein weiterer Zweig von technischen Instituten findet sich im Bereich der Weiterbildung und Ausbildung. Hier gelten die Einrichtungen als spezialisierte technische Lehrinstitute, die in technischen Fachrichtungen ausbilden und entsprechende staatlich anerkannte Berufsabschlüsse vergeben.

Beispiele für solche Berufe sind:

  • Elektrotechniker,
  • Bautechniker,
  • Kfz-Techniker,
  • Klimatechniker,
  • Mechatroniker.

Aufgaben von pharmakologischen Instituten

Pharmakologisches-Labor
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Pharmakologische Institute finden sich an Universitäten. Sie sind Bestandteil einer Medizinischen Fakultät und befassen sich mit Forschungsfragen aus den Bereichen der pharmazeutischen, der molekularen und der allgemeinen Pharmakologie.

An pharmakologischen Instituten werden die Fächer Pharmakologie und Toxikologie gelehrt. Beide zählen zu den Grundlagenfächern. Sie sind Bestandteil des Medizinstudiums. Pharmakologische Institute haben außerdem in der Regel verschiedene institutseigene Schwerpunktthemen, an denen die entsprechenden Arbeitsgruppen forschen.

Beispiele für wissenschaftliche Schwerpunktthemen sind:

  • Stoffwechselerkrankungen,
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen,
  • Arzneimittelentwicklung in verschiedenen Bereichen.

Aufgaben von soziologischen Instituten

Soziologische Institute gehören zu den sozialwissenschaftlichen Fakultäten einer Hochschule. Sie befassen sich mit der Erforschung menschlichen Sozialverhaltens im Kontext des gesellschaftlichen Zusammenlebens von Menschen in Gemeinschaften.

Im Bereich der Lehre sind soziologische Institute zuständig für die Vermittlung der Lehrinhalte im Studiengang Soziologie im Kontext von Bachelor- und Master-Studiengängen.

Beispiele für die vielen Themengebiete an soziologischen Instituten sind:

  • Qualitative und Quantitative Sozialforschung,
  • Organisationssoziologie,
  • Mikro- und Makrosoziologie,
  • Rechtssoziologie,
  • Stadtsoziologie.

Aufgaben von Instituten für Naturwissenschaften

Institute für Naturwissenschaften haben die Forschung und Lehre aller die Natur betreffenden Themengebiete zur Aufgabe. Sie zählen zu den empirisch forschenden Instituten und arbeiten mit der sogenannten exakten Wissenschaft. Daraus resultiert auch der Arbeitsschwerpunkt der Institute.

Sie beschäftigen sich mit gesetzmäßigen Zusammenhängen und Abfolgen innerhalb der Natur. Die Forschungsrichtung ist objektiv und hat neben einem beschreibenden auch einen erklärenden Fokus auf naturwissenschaftliche Phänomene.

Das methodische Vorgehen ist einerseits mathematisch und logisch und andererseits orientiert an erkenntnistheoretischen Modellen. Die Forschungstätigkeit ist vielfach experimentell unter Laborbedingungen. Im Bereich der Feldforschung werden Prozesse in der Natur beobachtet und entsprechend empirisch untersucht.

Die zentralen Fachrichtungen von Instituten für Naturwissenschaften sind:

  • Astronomie,
  • Geowissenschaften,
  • Biologie,
  • Physik,
  • Chemie.

Aufgaben von historischen Instituten

Historische Institute sind Einrichtungen an Hochschulen, die geschichtswissenschaftlich arbeiten. Neben den regulären allgemeingültigen Hochschulfächern finden sich häufig Spezialisierungen, die entweder dem Standort oder den gewachsenen Schwerpunkten eines Institutes geschuldet sind.

An historischen Instituten werden Studierende im Rahmen des geschichtswissenschaftlichen Studiums zu Historikern ausgebildet. Die Themengebiete sind ausgesprochen vielfältig und an den einzelnen historischen Epochen orientiert.

Ein Lehrplan an einem historischen Institut sieht beispielsweise folgende Veranstaltungen vor:

  • Nord- und Osteuropäische Geschichte,
  • Frühgeschichte und Urgeschichte,
  • Geschichte des Mittelalters,
  • Geschichte der Neuzeit.

Darüber hinaus bieten die jeweiligen Institute vielfältige Spezialisierungen an, beispielsweise Judaistik (jüdische Geschichte) oder bundeslandbezogene Landesgeschichte.

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