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Mineralwasser ist weltweit das beliebteste Getränk unter den alkoholfreien Durstlöschern. Etwa 140 Liter nimmt der deutsche Durchschnittsbürger pro Jahr zu sich – dies übertrifft den jährlichen Pro-Kopf-Konsum von Cola-Getränken um ein Vierfaches.

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Was zeichnet ein gutes Mineralwasser aus?

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Wasser ist nicht gleich Wasser. Ein qualitativ hochwertiges Mineralwasser zeichnet sich nicht zwangsläufig durch einen hohen Preis pro Liter, sondern durch bestimmte Inhaltsstoffe aus, auf deren Vorhandensein bei der Auswahl unbedingt geachtet werden sollte. Das Augenmerk ist daher beim Kauf vor allem auf die Angaben auf dem Etikett zu lenken – sie enthalten die wertvollsten Informationen über die Qualität des Mineralwassers.

Generell sollte ein Mineralwasser als „natürliches Mineralwasser“ gekennzeichnet sowie Angaben über den Namen und den Ort der Quelle vorhanden sein. Ein weiterer wichtiger Hinweis ist der Vermerk „geeignet für die Zubereitung von Säuglingsnahrung“. Da Babys noch keine vollständig entwickelten Organe besitzen, kann ihr Körper bestimmte Mineralstoffe nicht in dem Maße verwerten wie der eines Erwachsenen. Eignet sich ein Mineralwasser also für die Zubereitung von Babynahrung, weist dies darauf hin, dass die Höchstwerte für bestimmte Ingredienzen nicht überschritten werden und dass die mikrobiologische Reinheit während der Gewinnung strengen Kontrollen unterliegt.
Die zulässigen Grenzwerte für die in einem Mineralwasser, das zur Zubereitung von Säuglingsnahrung dienen soll, enthaltenen Mineralstoffe sehen einen relativ niedrigen Natriumgehalt von maximal 20 mg/l sowie einen Nitratgehalt von höchstens 10 mg/l vor. Auch der Fluoridgehalt darf 0,7 mg/l nicht überschreiten, der Höchstwert für Sulfat liegt bei 240 mg/l. Dies impliziert somit nicht nur eine gute Verträglichkeit des Mineralwassers, sondern garantiert auch, dass dieses keine Beimengungen von Schwermetallen wie Blei- oder Kupferrückstände beinhaltet.

Ein weiterer wichtiger Faktor bei der Beurteilung der Qualität eines Mineralwassers sind die konkreten Angaben zur Mineralisation, welche meist in Tabellenform auf dem Etikett zu finden sind. Für den menschlichen Organismus sind bestimmte Mineralstoffe lebensnotwendig, dazu gehören vor allem Kalzium und Magnesium. Diese werden über den Körperschweiß ausgeschieden und müssen daher über die Nahrung ausreichend zugeführt werden – insbesondere bei intensiver sportlicher Aktivität.
Ernährungsphysiologisch sollten Kalzium und Magnesium in einem Verhältnis von 2:1 stehen; ein hochwertiges Mineralwasser enthält daher zwei Teile Kalzium und einen Teil Magnesium. Idealerweise liegt der Kalziumgehalt bei etwa 400 mg/l und der Magnesiumgehalt entsprechend bei 100 bis 200 mg/l. Mit dem Mineralstoff Natrium verhält es sich eher gegenteilig: Gutes Mineralwasser sollte möglichst natriumarm sein und einen Gehalt von maximal 10 mg/l aufweisen. Insgesamt sollte die Summe der im Wasser gelösten Mineralstoffe ungefähr 500 mg/l ausmachen.

Der beste Indikator für ein qualitativ hochwertiges Mineralwasser ist jedoch der Geschmack. Ist ein Wasser schadstofffrei und weist eine entsprechend ausbalancierte Zusammensetzung von Mineralstoffen auf, spiegelt sich dies in einem harmonischen und ausgewogenen Geschmack wider. Von Mineralwässern, bei welchen ein fader oder gar leicht metallischer Nachgeschmack im Mund zurückbleibt, sollte dagegen Abstand genommen werden.


Was unterscheidet die einzelnen Mineralwässer voneinander?

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Mineralwässer gibt es viele – von verschiedenen Marken und in verschiedenen Preislagen. Sie unterscheiden sich in der Art der Gewinnung, im Mineralstoffgehalt, im Geschmack und im Kohlensäuregehalt. Generell existiert eine Vielzahl an verschiedenen Mineralwassersorten, welche grob in vier Hauptkategorien unterteilt werden können: natürliches Mineralwasser, Tafelwasser, Quellwasser und Heilwasser.

Das natürliche Mineralwasser gehört nicht nur zu den beliebtesten Mineralwassersorten überhaupt, sondern auch zu den gesündesten. Es wird direkt aus unterirdischen Quellen gewonnen und noch vor Ort abgefüllt. Hierbei gelten in der Regel sehr hohe Qualitäts- und Sicherheitsansprüche, die garantieren sollen, dass sich im Wasser keine Verunreinigungen jedweder Art befinden und eine konstante Wasserqualität vorliegt. Als einziges deutsches Lebensmittel benötigt Mineralwasser eine amtliche Anerkennung, bevor es in den Verkauf geht, zudem dürfen die wesentlichen Inhaltsstoffe nicht verändert werden.

Eine weitere Mineralwasserart ist das Quellwasser. Dieses wird ebenfalls aus im Erdreich befindlichen Quellen gewonnen, unterliegt jedoch nicht derartig strengen amtlichen Kontrollen wie das natürliche Mineralwasser. Quellwasser entspricht damit nicht den höchsten Qualitätsstandards und unterliegt in seiner inhaltlichen Zusammensetzung größeren Schwankungen. Dennoch muss der Hersteller die Reinheit seines Produktes garantieren können, bevor dieses weiter in den Verkauf geht.

Eine weitere qualitative Abstufung findet sich beim Tafelwasser; dieses ist ein Trinkwasser, das keinen konkreten Anforderungen hinsichtlich der Gewinnung oder Aufbereitung unterliegt. In der Regel handelt es sich bei Tafelwasser um kein rein natürliches Produkt, sondern um ein Gemisch aus verschiedenen Mineralwassertypen, beispielsweise Meerwasser, Natursole und Mineralwasser.

Eine Sonderform des handelsüblichen Mineralwassers ist das Heilwasser. Dieses weist zwar ähnliche Mineralgehalte wie natürliches Mineralwasser auf, wird jedoch vorzugsweise im naturmedizinischen Bereich angewendet und ist mittlerweile als Arzneimittel anerkannt.

Neben den verschiedenen Mineralwasserarten lässt sich das Getränk zudem anhand seines Kohlensäuregehalts klassifizieren. Dieser kann bei den gängigen Wassersorten in spritzig, medium und still abgestuft werden. Bei Tafelwasser sowie bei natürlichem Mineralwasser kann Kohlensäure, also das gelöste Gas Kohlendioxid, während der Gewinnung beigemengt werden. Die Wahl eines Mineralwassers mit viel, wenig oder gar keinem „Sprudel“ ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks und somit direkt von den individuellen Vorlieben des Käufers abhängig.


Herkömmliches Leitungswasser selbst aufbereiten – aber wie?

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Leitungswasser ist ein beliebter Ersatz für das teure Mineralwasser aus dem Supermarkt, jedoch gesundheitlich nicht unbedenklich. Leitungswasser kann Schwermetallrückstände wie Blei oder Kupfer beinhalten und damit langfristig die Gesundheit schädigen. Daher empfiehlt es sich, dieses vor dem Verzehr zu reinigen und entsprechend aufzubereiten – heutzutage mit einer Vielzahl verschiedener Systeme durchaus möglich.

Eine Methode der Wasseraufbereitung besteht in einem Aktivkohlefilter. Das geschlossene Filtersystem filtert das Wasser direkt am Wasserhahn und eliminiert dabei mittels Aktivkohle- und Filtermembran die wesentlichen Schadstoffe. Diese Systeme können am Wasserhahn selbst oder direkt an der Hauptleitung drapiert werden.

Eine Alternative sind die sogenannten Kombi-Systeme. Diese vereinen in getrennten Kammern Aktivkohlefilter und Kalk-Katalysatoren, werden direkt an der Wasserleitung angebracht und überzeugen mit hoher Qualität. Entsprechend gestaltet sich auch der Preis: Diese Systeme sind ab etwa 800 Euro erhältlich.

Eine günstigere Variante sind die Ionentauscher, welche mit Hilfe von einem Anionen- und Kationentauschsystem schädliche Salze aus dem Wasser filtern. Diese sind mit einem Kostenfaktor von etwa 250 Euro relativ erschwinglich. Ebenfalls preislich überzeugend sind die Kannen- oder Krugsysteme, bei welchen die Filterapparatur direkt im Wasserbehältnis eingebaut ist.

Die effektivste Methode zur Wasseraufbereitung ist jedoch die Umkehr-Osmose. Hierbei wird das Wasser umfassend „entgiftet“ und von Schadstoffen befreit. Das Leitungswasser durchläuft während des Vorgangs mehrere Membranfilter und erreicht währenddessen die höchstmögliche Qualität. Der Kostenaufwand liegt bei etwa 600 Euro.

 

 

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