Chirurg

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Krankheiten gehören zum Leben. Der Besuch beim Arzt ist für viele Menschen somit eine alltägliche Begegnung. Wird jedoch der Chirurg einbezogen, liegen meist ernsthafte Beschädigungen vor. Denn dieser Arzt wird häufig erst dann aktiv, wenn die anderen medizinischen Teilbereiche keine Besserung herbeiführen konnten. Dem Chirurgen haftet somit ein wenig der Ruf an, vornehmlich auf operativem Wege zum Erfolg zu kommen – das stimmt indes nicht, auch hier werden Medikamente oder Kuren eingesetzt, um Schmerzen zu lindern. Doch wodurch zeichnet sich dieses Berufsbild eigentlich genau aus?

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Was ist ein Chirurg?

OP Saal
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Nicht jede Erkrankung des menschlichen Körpers lässt sich durch Medikamente oder eine ähnlich milde Therapie beheben. Immer wieder kommt es zu schwerwiegenden Brüchen, chronischen Leiden oder akuten Beschwerden, bei denen ebenso schnell wie kompromisslos eingegriffen werden muss. Eine Operation ist in diesen Fällen unverzichtbar. Sie wird zumeist vom Chirurgen vorgenommen.

Seine Arbeit – die Chirurgie – erwarb sich ihren Namen im antiken Griechenland und umschreibt die handwerkliche Kunst bei der Heilung von Krankheiten. Die Chirurgie ist wie die meisten medizinischen Fachbereiche in Tätigkeitsgebiete unterteilt. Die Arbeit kann hierbei operativ erfolgen, wird immer häufiger aber auch auf anderem Wege zum Erfolg gebracht. Zu denken wäre etwa an die Verschreibung von Heilmitteln, Massagen oder Behandlungsformen mit Stromreizen, Wärme sowie sportlicher Bewegung.

Dem Chirurgen stehen somit unterschiedliche Möglichkeiten offen, einen gebrochenen Knochen, ein gerissenes Muskelband oder die defekte Magendecke wieder zu verschließen und damit der Gesundheit des Patienten zu helfen.


Wie verläuft die Ausbildung?

Medizin Studenten
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Doch der Beruf des Chirurgen ist auch mit langen Jahren des Lernens verbunden. Diese beginnen bereits in der regulären Schule, wo insbesondere in den Fächern Physik, Biologie und Chemie ein besonderes Interesse und Talent vorliegen sollte.

Ein Abitur im sehr guten Bereich öffnet sodann die Option, im Bewerbungsverfahren einer Universität realistische Chancen zu besitzen. Hier können neben den rein schulischen Zeugnissen aber auch Praktika in den naturkundlichen Branchen gefordert sein. Das Studium selbst umfasst eine Regelzeit von zwölf Semestern, die sich neben dem Erwerb der theoretischen Kenntnisse auch um die Vermittlung praktischer Fertigkeiten bemühen.

Berührungsängste mit Patienten sollten daher nicht vorliegen. Bereits während des Studiums wird der Fachbereich der Chirurgie angestrebt, kann aber ebenso nach dem Examen als eine Art Zusatzqualifikation neu aufgenommen werden.

Anschließend befindet sich der Jungmediziner in seiner eigentlichen Ausbildung, erlernt also die handwerkliche Arbeit, die nicht selten mit einem akademischen Grad wie dem Doktortitel beendet wird.


Welche Fähigkeiten sollten darüber hinaus vorliegen?

Allerdings werden von einem Chirurgen immer auch Eigenschaften gefordert, die tief im Charakter verankert sein müssen und die sich insofern in den späteren Lebensjahren meist nicht mehr erlernen lassen.

Das stressresistente Arbeiten bei gleichzeitiger Übernahme voller Verantwortung für Leib und Leben des Patienten gehört dazu. Denn häufig agiert der Chirurg im Notfall, muss also ohne längere Diagnose die richtigen Mittel ergreifen. Hierzu wiederum zählt eine gewisse Flexibilität, sich auf alle kommenden Situationen einzustellen. Natürlich ist auch ein besonderes Maß an Empathie und Teamfähigkeit notwendig.

Der Mediziner arbeitet nicht alleine, sondern er stellt die Spitze eines ganzen Fachbereichs dar. Je besser er seine Kollegen anleitet, desto eher kann eine Operation gelingen. Darüber hinaus sollte der Chirurg bereit sein, lebenslang zu lernen. Gerade in seinem Metier kommt es zu häufigen Veränderungen – der technische Fortschritt erlaubt immer bessere Heilungsverfahren, welche aber zunächst vom Arzt verinnerlicht werden müssen.


Wie sieht der Arbeitsalltag in der Chirurgie aus?

Operation
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Allerdings darf die Tätigkeit des Chirurgen nicht alleine auf sein Wirken im Operationssaal reduziert werden. Er ist vielmehr als Facharzt in einer Klinik angestellt oder agiert in seiner eigenen Praxis.

Hier übernimmt er unterschiedliche Aufgaben, begleitet aber stets seine Patienten durch den oftmals langwierigen Prozess der Heilung. Dafür setzt er die geeigneten Mittel ein und sucht nach effektiven Verfahren, eine Besserung des gesundheitlichen Zustandes herbeizuführen. Manchmal gelingt das auf dem Wege einer Therapie in Form von Medikamenten und Massagen, zuweilen muss auch ein wenig sportliche Bewegung verordnet werden.

Genügt das nicht, so kann der operative Eingriff eine effektive Genesung ermöglichen. In diesem Rahmen wird der Kugelschreiber durch das Skalpell ersetzt und der notwendige Eingriff vollzogen. Allerdings übernehmen nicht alle praktizierenden Chirurgen diese Arbeit selbst. Insbesondere dann, wenn ihnen dazu die Möglichkeiten und Ausstattungen fehlen, wird der Patient häufiger an ein Krankenhaus überwiesen.


Welche Spezialisierungen sind in der Chirurgie möglich?

Aber auch die Arbeit selbst kann unterschiedliche Formen annehmen. Meist orientiert sich der Facharzt im Zuge einer Qualifizierung in eine besondere Richtung.

Medizinische Aufgabengebiete könnten dabei etwa

– die Orthopädie,
– die allgemeine Chirurgie,
– die Thorax-,
– Gefäß-, Kinder- und Herzchirurgie oder auch
– die plastische Chirurgie

sein. Daneben sind die Mediziner vielfach als praktizierende Sportärzte aktiv und betreuen nicht selten auch Mannschaften oder ganze Vereine. Darüber hinaus hat sich das Berufsbild in den letzten Jahrzehnten indes ein wenig aus dem heilenden Umfeld herausbegeben und den Weg in die Kosmetik gesucht.

Insbesondere die Schönheitschirurgie übernimmt rein ästethische Aufgaben, führt also keinerlei organische Gesundung herbei. Hier wird vielmehr der Alterungsprozess des Körpers in den Mittelpunkt geschoben und manchem tatsächlich vorliegenden oder lediglich subjektiv empfundenem Makel die notwendige Abhilfe verschafft. Die Einsatzmöglichkeiten eines gut ausgebildeten Chirurgen sind somit vielseitig.


Welches Gehalt bezieht ein Chirurg?

Aus den vorgenannten Qualifikationen ergibt sich natürlich auch die Chance, erheblich den eigenen Lohn zu beeinflussen. Zunächst muss aber unterschieden werden, welche Ausbildung der Arzt genossen hat, ob ein akademischer Titel vorliegt und für welchen Arbeitgeber er agiert.

Einstiegsgehälter im Bereich der 4.000 bis 5.000 Euro brutto monatlich stellen aber einen soliden Durchschnitt der Branche dar. Je länger der Chirurg tätig ist, je besser er sich weiterbildet und je häufiger er vielleicht nebenbei als Dozent für eine Universität auch lehrende Aufgaben übernimmt, desto eher steigt sein Einkommen und kann dann auch relativ schnell die Grenze der 10.000 Euro durchbrechen.

Ähnlich sieht es bei den Formen der Spezialisierung aus: Unfallchirurgen blicken neben den erheblichen beruflichen Herausforderungen nicht selten auf einen Jahresverdienst, der zwischen 150.000 und 200.000 Euro angesiedelt ist. Zahlen indes, die für einen guten Schönheitschirurgen aber lediglich das untere Ende der Möglichkeiten darstellen. Der immaterielle Lohn, leidenden Menschen zu helfen, ist dagegen unbezahlbar.

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